Wenn der Herbstnebel über dem Wasser liegt, wird die Kahnfahrt zum Erlebnis
Die besten Beobachtungen gelingen in den ersten zwei Stunden nach Sonnenaufgang. Dann singen Rohrsänger, und der Fischadler startet seinen ersten Jagdflug. Wer erst um zehn Uhr aufbricht, hat die Hauptaktivität verpasst. Ebenso wichtig ist die Wahl des Gewässers: Große Kanäle sind belebt, aber unruhig. Besser sind schmale, verwachsene Nebenarme, die nur mit dem Kajak erreichbar sind. Dort halten sich Zwergtaucher und Eisvogel auf, ohne gestört zu werden.<br>
<br>
<br>
<br>
Ein weiterer Stolperstein ist die Sicherheit. Auch wenn der Kahn stabil wirkt: Nicht aufstehen, nicht über das Ufer hinauslehnen, nicht die Hand ins eiskalte Wasser halten. Die Kanten können glatt sein, und ein Sturz ins Wasser wäre nicht nur unangenehm, sondern gefährlich. Achten Sie darauf, dass das Handy voll geladen ist und in einer wasserdichten Hülle steckt. Informieren Sie jemanden über Ihre Route und die voraussichtliche Rückkehrzeit. Wenn Sie mit Kindern fahren, sollten diese eine Schwimmweste tragen – nicht weil ein Unfall droht, sondern weil sie die Wärme isoliert und die Sicherheit erhöht. Ein typischer Fehler ist, die Fahrt zu spontan zu beginnen – ohne Check der Wettervorhersage. Plötzlicher Schneefall oder Nebel können die Orientierung erschweren.<br>
<br>
<br>
<br>
Der erste Rundweg startet in Lehde, dem „Venedig des Spreewalds", und führt Sie in etwa zwei Stunden durch das Naturschutzgebiet. Sie wandern entlang schmaler Gräben, über kleine Holzbrücken und durch lichte Birkenwälder. Typischer Fehler: Viele laufen zu schnell und verpassen die versteckten Einstiege zu den stilleren Seitenkanälen. Halten Sie öfter an, beobachten Sie die Eisvögel, die hier nisten, und genießen Sie die absolute Ruhe. Der Weg ist flach und gut geeignet, auch wenn Sie mit der Familie unterwegs sind.<br>
<br>
<br>
<br>
Ein häufiger Fehler ist die fehlende Tarnung. Bunte Kleidung fällt Vögeln sofort auf. Tragen Sie gedeckte Töne wie Grün, Grau oder Braun und vermeiden Sie knallige Rucksäcke. Auch das Geräusch des Paddels schreckt: Setzen Sie das Blatt flach auf, nicht kantig. Wenn Sie eine Gruppe sehen, bleiben Sie in der Bootsmitte und bewegen Sie sich langsam. Ein ruhiges Gleiten ist effektiver als jede noch so teure Kamera.<br>
<br>
<br>
<br>
Ein typischer Fehler ist das Überarbeiten: Wenn Sie zu oft über die noch feuchte Fläche rollen, hebt der Roller das Material wieder an und es entstehen Löcher und Unebenheiten. Lassen Sie die Struktur nach dem Auftrag einfach in Ruhe. Auch das Nachrollen einzelner Stellen, die Sie ausbessern möchten, führt meist zu sichtbaren Übergängen. Planen Sie die Menge so ein, dass Sie eine Wand in einem Rutsch schaffen – notieren Sie sich die benötigte Zeit für ein Probefeld.<br>
<br>
<br>
<br>
Warum die Richtung der Strukturrolle über das Erscheinungsbild entscheidet Die meisten Rollputze werden mit einer Strukturrolle in gleichmäßig kreisenden Bewegungen bearbeitet. Wichtig ist, dass Sie die Rolle nicht zu lange an derselben Stelle führen, sonst verwischt die Struktur zu einer glatten Fläche. Wer eine bestimmte Optik wie Wellen oder Rillen wünscht, muss die Rolle konsequent in eine Richtung führen – aber immer in nassem Material. Sobald der Putz antrocknet, lässt er sich nicht mehr nachbearbeiten, ohne Flecken zu riskieren.<br>
<br>
<br>
<br>
Beobachten Sie auf dem Wasser mit dem Kanu oder Stehpaddelbrett besonders aufmerksam. Paddeln Sie langsam und gleichmäßig, ohne zu sprechen. Der Lärm von Paddelschlägen trägt weit. Ein häufiger Fehler ist, zu nah an die Schilfkanten zu fahren. Die Vögel fliehen dann oft, bevor Sie sie überhaupt sehen. Halten Sie mindestens fünf Meter Abstand zur Vegetation. Wenn Sie ein Nest entdecken, ist es wichtig, das eigene Verhalten anzupassen. Nehmen Sie Rücksicht auf die Brutzeit von April bis Juli. Informieren Sie sich vorab über Schutzgebiete – manche Bereiche sind ganzjährig gesperrt. Diese Sperrungen dienen nicht der Schikane, sondern dem Schutz der Arten. Wer sich daran hält, wird mit unvergesslichen Beobachtungen belohnt, etwa von Seeadlern, die über den Fließen kreisen, oder von Eisvögeln, die blitzschnell über das Wasser schiessen.<br>
<br>
<br>
<br>
Die Wahl der Route entscheidet über den Erfolg. Vermeiden Sie die Hauptfließe, auf denen ständig Ausflugsboote fahren. Stattdessen sollten Sie die ruhigen Seitenkanäle und die stillen Altarme ansteuern. Diese sind meist nur mit dem Kajak oder zu Fuß über schmale Pfade erreichbar. Eine gute Route führt vom Ortsrand von Lübben aus in den nördlichen Teil des Unterspreewalds. Dort gibt es flache Ufer mit Schilfzonen, in denen Rohrdommel und Zwergtaucher brüten. Ein weiterer Tipp: Nutzen Sie die frühen Morgenstunden zwischen 5 und 7 Uhr, besonders im Mai und Juni, wenn die Zugvögel ankommen. Zu dieser Zeit ist die Luft noch ruhig und die Vögel singen intensiv. Mittags hingegen herrscht oft Hitze und die Vögel ziehen sich in den Schatten zurück – Sie hören dann nur noch wenig.<br>
<br>
<br>
<br>
Der dritte Rundweg ist eine kurze, aber intensive Tour durch den Urwald von Lehde. Diese Strecke ist nur vier Kilometer lang, aber sie fordert durch viele Wurzeln und enge Passagen. Hier sollten Sie nicht mit dem Kinderwagen unterwegs sein, sondern nur mit geübten Wanderern. Ein häufiger Fehler ist es, die Tour mit dem Kanu zu kombinieren, ohne die Anlegezeiten zu beachten. Planen Sie genug Zeit ein, um sowohl die Wasser- als auch die Landseite in Ruhe zu erleben. Der Wald ist dicht, und die Geräusche der Stadt sind hier komplett verschwunden – nur das Rascheln der Blätter begleitet Sie.





