Warum lohnt sich ein Besuch in Lehde, Leipe und Burg?
Die beste Zeit für Beobachtungen ist der späte Nachmittag bis zur Abenddämmerung. Biber sind dämmerungs- und nachtaktiv, verlassen ihren Bau jedoch oft schon vor Sonnenuntergang. Im Frühjahr und Frühsommer sind sie besonders aktiv, weil sie ihre Reviere markieren und Jungtiere versorgen. Morgens zwischen vier und sechs Uhr lassen sich ebenfalls noch Tiere sehen, wenn sie auf dem Rückweg in die Burg sind. Wer tagsüber unterwegs ist, wird selten ein Tier zu Gesicht bekommen – aber gerade dann sind Spuren umso wichtiger.<br>
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Routenwahl und Risiken: Was sich im Winter ändert Nicht jede Tour, die im Sommer problemlos klappt, ist im Winter geeignet. Beginne mit kurzen, offenen Runden auf den großen Wasserstraßen wie dem Großem Spreewaldkanal, wo du im Notfall schnell an Land kommst. Enge, zugewachsene Kanäle sind riskant, weil Äste oder umgestürzte Bäume unter der Wasseroberfläche hängen und das Kanu beschädigen können. Informiere dich vorher über die aktuelle Nutzung der Schleusen – viele sind ab November geschlossen, und das Umtragen über rutschige Ufer ist im Winter eine echte Herausforderung. Ein typischer Fehler ist, sich ausschließlich auf das Kartenmaterial zu verlassen; im Winter kann ein zugefrorener Fließ eine Route unpassierbar machen, und ein Umweg durch den Wald ist meist nicht vorhanden.<br>
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Wenn Sie die drei Orte nur mit dem Fahrrad erkunden möchten, sollten Sie wissen, dass die Wege zwischen Burg und Lehde größtenteils gut ausgebaut, aber nicht asphaltiert sind. Ein Trekkingrad oder E-Bike ist empfehlenswert, ein Rennrad ist fehl am Platz. Planen Sie für die komplette Runde über Leipe und Lehde mindestens vier Stunden ein, inklusive Fotostopps und Imbiss. Verpassen Sie nicht den kleinen Friedhof in Leipe – er wirkt unscheinbar, erzählt aber viel über die sorbische Geschichte der Region. Und in Burg lohnt sich der Blick in die Gurkenmanufaktur, die einiges über die traditionelle Herstellung verrät.<br>
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Ein weiterer Fehler ist, an stark befahrenen Wegen oder in der Nähe von Feldern zu sammeln. Im Spreewald gibt es viele kleine Straßen, auf denen man schnell übersieht, dass die schöne Wiese direkt an einer Hauptstraße liegt. Abgase, Streusalz und Pestizide lagern sich an den Blättern ab und machen aus dem gesunden Kraut eine Belastung. Sammeln Sie mindestens fünfzig Meter Abstand zur nächsten Straße und meiden Sie Flächen, die offensichtlich gedüngt oder gespritzt wurden. Auch Gebiete, in denen Kühe weiden, sind kritisch – die Tiere hinterlassen Parasiten, die an den Pflanzen haften. Spülen Sie die Kräuter zu Hause gründlich unter fließendem Wasser, auch wenn Sie sie nur für Tee verwenden wollen.<br>
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Wie Sie die drei Orte am besten kombinieren Die ideale Route beginnt in Burg, das die größte Auswahl an Verleihstationen und Gastronomie bietet. Mieten Sie dort ein Kanu oder Tretboot und paddeln Sie zunächst in Richtung Leipe. Die Strecke dauert je nach Kondition und Pausen zwischen einer und anderthalb Stunden. In Leipe machen Sie einen Landgang von etwa 45 Minuten, bevor Sie weiter nach Lehde fahren. Auf dem Weg dorthin passieren Sie mehrere Schleusen – hier ist Vorsicht geboten: Vor dem Einfahren in eine Schleuse immer warten, bis das Wasser den unteren Pegel erreicht hat. Drängeln führt zu unnötigen Staus und kann das Boot beschädigen.<br>
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Die wichtigste Regel lautet: Trage immer eine Schwimmweste, auch wenn du ein erfahrener Paddler bist. Im Winter ist die Gefahr einer Unterkühlung bei einer Kenterung akut, da kaltes Wasser die Bewegungsfähigkeit innerhalb weniger Minuten stark einschränkt. Ein Neoprenanzug oder zumindest eine trockene Wechselschicht in einem wasserdichten Beutel sind deshalb Pflicht. Vermeide Baumwolle auf der Haut, denn sie saugt sich voll und kühlt den Körper aus. Stattdessen eignen sich synthetische Stoffe oder Wolle, die auch nass noch wärmen.<br>
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Wer zum ersten Mal sammelt, sollte sich einer kleinen Gruppe anschließen oder eine geführte Wanderung mitmachen, die von einem zertifizierten Kräuterpädagogen angeboten wird. Auch wenn Sie schon ein paar Pflanzen erkennen, ist ein erfahrener Begleiter unbezahlbar: Er zeigt Ihnen, worauf Sie konkret achten müssen, und kann Ihre Bestimmung direkt am Strauch korrigieren. Nehmen Sie sich die Zeit für die Übung. Nach ein paar Wochen werden Sie die Unterschiede sicher erkennen, und Sie werden eine neue Tiefe im Anblick der Spreewaldwiesen entdecken. Die Ruhe der Natur, das Summen der Insekten und die Vielfalt der Düfte – das wird zu einem Erlebnis, das Sie so schnell nicht vergessen werden.<br>
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Typische Fehler beim Winter-Paddeln sind unterschätzte Strömung und mangelnde Vorsicht beim Ein- und Ausstieg. Der Rand des Kanus kann vereist sein, und beim Anlegen an einem Steg solltest du zuerst das Gleichgewicht sichern, bevor du mit dem Paddel abstößt. Auch das Tragen des Kanus über gefrorene Wiesen ist gefährlich, wenn du das Eis nicht sehen kannst – es könnte brechen und zu Verletzungen führen. Trinke ausreichend, denn die Kälte mindert das Durstgefühl, obwohl der Körper durch die Anstrengung Flüssigkeit verliert.





