Provence-Stil: Wie ich in meiner 55-Quadratmeter-Wohnung ein Stück Südfrankreich erschuf
Mein größtes Problem war das Bett. Ein ausziehbares Gästebett blockierte ständig den Durchgang. Die Lösung war ein Bett mit Boxspring-Optik, das aber eigentlich ein schlichter Bettkasten ist. Ich entschied mich für ein Modell mit einem 16 cm dicken, hochwertigen Materac Piankowy auf einem stabilen Stelaz Listwowy. Das war die halbe Miete für erholsamen Schlaf. Unter der Liegefläche, in einem großen Auszug, verschwindet nun die gesamte Gästebettwäsche und sogar die dicken Winterdecken. Der Bezug aus schwerem, gebleichtem Leinen und die zwei Kissen aus altem, gebrauchtem Leinenstoff geben dem Raum sofort diese entspannte, südfranzösische Stimmung. Kein Schnickschnack, nur natürliche Materialien.<br>
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Die Dekoration folgt der Regel: Weniger ist mehr, aber was da ist, muss Qualität haben. Keine Massenware aus dem Möbelhaus. Stattdessen ein alter, emaillierter Wasserkrug aus einem Antiquitätenladen, der als Vasen für getrocknete Lavendelsträuße dient. Ein handgewebter Läufer aus grobem Leinen vor dem Bett. An der Wand hängt ein einzelner, großer Spiegel mit einem verwitterten, goldenen Rahmen. Keine Bilderflut. Die Fensterbänke sind leer bis auf eine einzelne, große Keramikschale mit gesammelten Steinen. Alles atmet. Der Provence-Stil lebt von diesen leeren Flächen, die dem Auge erlauben, zur Ruhe zu kommen.<br>
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Als ich vor zwei Jahren in meine erste eigene Wohnung zog, stand ich vor einem typischen Problem: Das Schlafzimmer war gerade einmal zwölf Quadratmeter groß, und ich wollte unbedingt den Landhausstil umsetzen. Kein Wunder, denn dieser Einrichtungsstil verspricht Gemütlichkeit und Natürlichkeit, gleichzeitig wirkt er oft schwer und massiv. Ich dachte zuerst, ich müsste auf große Holzmöbel setzen. Aber dann merkte ich schnell, dass der wahre Trick in der Kombination von leichten Elementen und cleveren Lösungen liegt. Mein erster Kauf war ein Bett mit einem stabilen stelaz listwowy, das ich selbst aufbaute. Die 16 cm dicke Matratze aus kaltem Schaumstoff darauf fühlt sich an wie eine Wolke. Und das Beste: Unter dem Bett habe ich jetzt Stauraum für meine Winterkleidung.<br>
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Ein weiteres Problem war der fehlende Kleiderschrank. In einem kleinen Raum wirkt ein massiver Schrank oft erdrückend. Stattdessen entschied ich mich für eine lozko z pojemnikiem na posciel, das ich in einem Online-Shop für skandinavische Möbel fand. Der Bezug aus einem groben Baumwollstoff in Beige hat einen leichten Rostton, der an Vintage-Stücke erinnert. Unter der Liegefläche verstecke ich jetzt nicht nur Bettwäsche, sondern auch meine dicken Winterschals und sogar ein paar Bücher. Der Stauraum ist riesig und hält den Raum ordentlich. Ich ergänzte das Ganze mit einem schmalen Wandregal aus Eichenholz, auf dem ich ein paar getrocknete Lavendelsträuße und eine alte Emaille-Kanne platziert habe.<br>
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Der Flur in Altbauten ist meistens eine dunkle Röhre. Ich habe dort eine schmale Konsole mit Schubladen platziert, aber die Schuhe stapelten sich trotzdem. Dann hing ich eine Garderobe aus Edelstahlrohren auf, die bis zur Decke reicht. Darunter stehen jetzt Körbe für Mützen und Schals. Oben lagere ich die Kissen, die ich nur selten brauche. Das Problem bleibt der Platz für die grosse Winterjacke. Meine Lösung war ein Haken an der Wohnungstür, der nur im Winter genutzt wird. Im Sommer wandert die Jacke in den Koffer unter dem Bett. So bleibt der Flur frei und ich stolpere nicht beim Reinkommen.<br>
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Meine größte Sorge war, dass der Landhausstil zu rustikal wirken könnte. Aber ich habe gelernt, dass man ihn mit modernen Akzenten auflockern kann. Zum Beispiel steht bei mir eine wersalka mit einer zarten Tapisserie in einem sanften Grauton. Sie hat schlanke Beine aus geschwärztem Metall, die den Raum optisch öffnen. Der Sitzpolster ist mit einer 10 cm dicken Schaumstoffschicht gefüllt, und die Rückenlehne ist leicht abgeschrägt. Wenn ich morgens meinen Kaffee trinke, sitze ich darauf und genieße den Blick auf die weißen Vorhänge aus Leinen. Der Landhausstil wirkt hier nicht altbacken, sondern frisch und einladend.<br>
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Mein Schlafzimmer ist winzig, vielleicht 10 Quadratmeter. Da passt kein Kleiderschrank rein, also habe ich die Kleiderstange an die Wand geschraubt und darunter einen schmalen Koffer mit Rollen gestellt. Der dient als Nachttisch und bietet Platz für Pyjamas und Bücher. Das Bett selbst hat einen 16 cm dicken materac piankowy auf einem stelaz listwowy. Das ist fest genug für den Rücken, aber nicht zu hart. Die Wände habe ich in einem warmen Beige gestrichen, das den Raum grösser wirken lässt. Ein Teppich in der gleichen Farbe verlängert optisch den Raum.<br>
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Ich habe gelernt, dass man in Altbauten anders denken muss. Statt grosser Kleiderschränke, die den Raum erdrücken, setze ich auf eine clevere Kombination aus offener Kleiderstange und einem Bett mit viel Stauraum. Ein lozko z pojemnikiem na posciel ist für mich die Rettung in jeder Altbauwohnung. Darunter verschwinden nicht nur Bettwäsche und Gästedecken, sondern auch die Koffer und der Weihnachtsschmuck. Man muss nur aufpassen, dass der Rahmen nicht zu hoch wird, sonst wirkt der Raum plötzlich gedrungen. Ein niedriger, aber breiter Bettrahmen aus Massivholz mit einem stelaz listwowy sorgt für gute Luftzirkulation und einen angenehmen Liegekomfort.





