Molton auf Keilrahmen spannen: Schallschluckende Bilder statt kahler Wände
Nach dem Glätten ist Geduld gefragt: Das Silikon braucht Zeit zum Aushärten. Wie lange genau, steht auf der Kartusche – meist sind es 24 Stunden. In dieser Zeit darf keine Feuchtigkeit an die Fuge gelangen. Duschen Sie also besser erst am nächsten Tag. Ein weiterer, oft unterschätzter Punkt ist die Belüftung: Silikon gibt beim Aushärten Essigsäure ab, die in hoher Konzentration die Atemwege reizt. Ein geöffnetes Fenster oder ein kurzer Gang an die frische Luft schadet nicht. Und wer die Fuge später regelmäßig trocken wischt, verhindert, dass sich Schimmel überhaupt erst festsetzen kann.<br>
<br>
<br>
<br>
Bauchschläfer sind eine besondere Herausforderung: Sie brauchen eine eher feste Matratze, weil das Becken sonst zu tief einsinkt und die Lendenwirbelsäule überstreckt. Gleichzeitig darf der Brustbereich nicht zu hart sein, sonst wird die Atmung behindert. Viele Bauchschläfer beugen zudem instinktiv die Beine an oder legen den Kopf schief – beides verstärkt die Fehlhaltung. Die Lösung: eine Matratze mit asymmetrischer Härteverteilung, also fester im Becken- und Bauchbereich, etwas weicher im Schulterbereich. Falls du keine solche Matratze findest, drehe ein dünnes, flaches Kissen unter dein Becken oder verwende eine Auflage.<br>
<br>
<br>
<br>
Beim Auftragen selbst gibt es einen klassischen Fehler: zu viel Silikon auf einmal. Die Fuge sollte nur zu etwa zwei Dritteln gefüllt sein, sonst quillt die Masse beim Glätten über die Fliesenkanten. Führen Sie den Fugenglätter in einem gleichmäßigen Zug von einem Ende zum anderen. Arbeiten Sie zügig, denn das Glätten muss erfolgen, bevor die Hautbildung einsetzt. Üben Sie an einem Reststück, um ein Gefühl für die Geschwindigkeit zu bekommen. Spülen Sie das Werkzeug sofort nach Gebrauch, am besten mit Wasser und etwas Spülmittel.<br>
<br>
<br>
<br>
Zum Bespannen benötigst du einen Tacker mit Klammern von sechs bis acht Millimetern Länge. Beginne in der Mitte einer Längsseite und befestige den Stoff mit einer Klammer. Danach tackerst du die gegenüberliegende Seite und ziehst den Stoff dabei kräftig – aber nicht ruckartig – in Richtung Rahmenmitte. Arbeite dich anschließend an den beiden restlichen Seiten vor, immer abwechselnd: eine Klammer rechts, eine links, dann wieder oben und unten. Der Stoff soll straff sitzen, doch wenn du zu stark ziehst, verziehen sich die Fasern und es entstehen unschöne Druckstellen. Nach jeder Runde kontrollierst du die Vorderseite auf Falten und korrigierst die Spannung gegebenenfalls durch Nachziehen der gegenüberliegenden Klammern.<br>
<br>
<br>
<br>
Wer schon einmal versucht hat, eine alte Silikonfuge zu entfernen, weiß: Es gibt kaum eine mühsamere Arbeit im Bad. Messer, Spachtel und viel Geduld sind nötig, um wirklich alles zu entfernen. Ein häufiger Fehler ist es, die neue Fuge einfach über die alte zu ziehen. Das hält nie – die neue Schicht verbindet sich nicht mit der alten, und schon nach kurzer Zeit dringt Feuchtigkeit ein. Also: restlos entfernen, auch wenn es nervt. Ein Fugenentferner oder ein scharfes Cuttermesser mit abgewinkelter Klinge hilft, die Kanten sauber zu treffen. Wichtig ist, die Fliesen nicht zu zerkratzen – arbeiten Sie mit leichtem Druck und in einem flachen Winkel.<br>
<br>
<br>
<br>
Die Masse selbst sollte ein spezielles Sanitärsilikon sein, das gegen Schimmelbefall ausgerüstet ist. Normales Silikon aus dem Baumarkt taugt für Fenster, aber nicht für die Dusche. Achten Sie beim Kauf auf den Vermerk „pilzhemmend" oder „Sanitärbereich". Und noch ein Tipp: Nehmen Sie eine Kartusche, die Sie in einem Zug verarbeiten können. Ist die Tube erst einmal angestochen, beginnt die Masse auszuhärten – eine Unterbrechung führt oft zu unsauberen Übergängen. Planen Sie die Arbeit also so, dass Sie die gesamte Fuge an einem Stück ziehen können.<br>
<br>
<br>
<br>
Welche Rolle spielen Werkzeug und Vorbereitung für die Haltbarkeit? Die Vorbereitung entscheidet über mehr als die Optik. Nach dem Entfernen der alten Masse bleibt oft ein feiner Film aus Schimmel oder Seifenresten zurück. Ist die Fläche nicht trocken und fettfrei, haftet das neue Silikon nicht richtig. Reinigen Sie die Fugenränder mit einem alkoholhaltigen Reiniger und lassen Sie alles gut trocknen. Ein weiterer Punkt: die Wahl des richtigen Werkzeugs. Eine Kartuschenpresse ist Pflicht, aber auch das Abziehen der Fuge will gelernt sein. Profis nutzen oft einen Fugenglätter aus Kunststoff, Hobbyhandwerker kommen auch mit dem Finger und etwas Spülmittelwasser aus – das Ergebnis unterscheidet sich jedoch deutlich.<br>
<br>
<br>
<br>
Die Konstruktion selbst können Sie mit einem einfachen Grundgerüst aus furnierten Spanplatten oder massivem Leimholz umsetzen. Entscheiden Sie sich für eine Rahmenbauweise, bei der Sie die Seitenwände an der schrägen Kante schräg zusägen – das erfordert eine Gehrungssäge oder eine Kreissäge mit Schiene. Als Einsteiger ist es sinnvoller, die Schräge durch eine vorgeblendete Blende zu kaschieren, statt die Wände endlos anzupassen: Sie bauen dann einen rechteckigen Korpus und setzen davor eine schräge Frontblende aus demselben Material. Dadurch sparen Sie sich Millimeterarbeit und erhalten trotzdem eine saubere Optik. Wichtig ist, dass Sie den Korpus an der Wand und am Boden fixieren, damit er bei geöffneten Türen nicht kippt – verwenden Sie Winkel aus Metall und Dübel, die für den Untergrund geeignet sind.





