Mehr Komfort im Bad: So gelingt der Umbau auf eine bodengleiche Dusche
Wer sein Badezimmer modernisieren möchte, steht oft vor der Frage, wie sich der vorhandene Raum optimal nutzen lässt. Eine bodengleiche Dusche mit passendem Duschboard ist nicht nur eine optische Aufwertung, sondern erleichtert den Alltag erheblich – sei es für ältere Menschen, für Familien mit kleinen Kindern oder einfach für alle, die den täglichen Duschgang bequemer gestalten wollen. Der Verzicht auf eine hohe Duschwanneneinstieg eröffnet zudem neue Gestaltungsmöglichkeiten: Der Boden wirkt durchgängig, Fliesen lassen sich großzügiger verlegen und die Reinigung wird deutlich einfacher, da es keine störenden Kanten und Fugen im Wannenbereich gibt.<br>
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Ein häufiger Fehler ist das Aufhängen von nasser oder feuchter Kleidung im offenen System. Handtücher, Bademäntel oder Sportkleidung sollten Sie erst aufhängen, wenn sie vollständig getrocknet sind. Legen Sie nasse Textilien stattdessen auf einen Wäscheständer im trockenen Raum oder nutzen Sie die Heizung. Falls Sie dennoch feuchte Wäsche im Bad aufhängen möchten, achten Sie darauf, dass der Raum ausreichend beheizt ist und die Türe geschlossen bleibt. So verdunstet die Feuchtigkeit schneller und kann nicht in die anderen Räume ziehen.<br>
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Der Ablauf selbst sollte möglichst nah an der Wand positioniert werden, um ein gleichmäßiges Gefälle zu gewährleisten. Moderne Ablaufgarnituren mit senkrechtem oder waagerechtem Anschluss lassen sich flexibel einbauen. Achten Sie darauf, dass der Ablauf über einen Geruchsverschluss verfügt und leicht zugänglich bleibt, damit Sie ihn regelmäßig reinigen können. Ein praktischer Tipp: Wählen Sie einen Ablauf mit herausnehmbarem Siebeinsatz – so verhindern Sie, dass Haare das Rohr verstopfen und die Reinigung wird zum Kinderspiel. Vergessen Sie nicht, vor dem Verlegen der Fliesen eine Dichtigkeitsprüfung durchzuführen. Füllen Sie den Ablaufbereich mit Wasser und beobachten Sie, ob Feuchtigkeit austritt. Nur so stellen Sie sicher, dass später keine Feuchtigkeit in die Bausubstanz gelangt.<br>
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Nach der erfolgreichen Abdichtung können Sie mit dem Verlegen der Fliesen beginnen. Verwenden Sie großformatige Fliesen, um die Fugenanzahl zu reduzieren – das erleichtert die Reinigung und wirkt optisch ruhiger. Achten Sie darauf, dass die Fliesen im Duschbereich mit einem Gefälle verlegt werden, das zur Ablaufrinne führt. Ein häufiger Fehler ist es, die Fliesen ohne Gefälle zu verlegen und sich darauf zu verlassen, dass das Duschboard das Wasser bereits ableitet. Das Gefälle der Fliesen muss jedoch das Gefälle des Boards fortsetzen, sonst bleibt Wasser in den Fugen stehen. Nach dem Verfugen sollten Sie die Flächen mit einem Imprägniermittel behandeln, um sie vor Feuchtigkeit und Kalkablagerungen zu schützen. Zum Abschluss wird die Dusche mit einer passenden Glasabtrennung oder einem Vorhang ausgestattet, wobei eine feste Glaswand oft eleganter wirkt und den offenen Charakter der bodengleichen Dusche betont.<br>
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So schützen Sie Ihre Kleidung vor Feuchtigkeit im Bad Der wichtigste Schritt ist die richtige Positionierung. Hängen Sie offene Kleidung nicht direkt über der Dusche oder Badewanne auf. Auch eine Platzierung an der Wand neben der Dusche ist riskant, da Spritzwasser und aufsteigende Feuchtigkeit die Stoffe schnell erreichen. Besser ist ein Bereich nahe der Tür oder weit entfernt von der Duschzone. Idealerweise wählen Sie eine Stelle, an der die Luft zirkulieren kann. Ein Ventilator oder ein offenes Fenster während und nach dem Duschen reduziert die Luftfeuchtigkeit deutlich. Wenn Sie keinen Ventilator haben, öffnen Sie das Fenster für mindestens fünf Minuten nach jedem Duschen.<br>
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Bevor Sie mit den Arbeiten beginnen, sollten Sie die baulichen Voraussetzungen genau prüfen. Entscheidend ist die verfügbare Raumhöhe unter dem Estrich. Für den Einbau einer bodengleichen Dusche muss der Bodenaufbau in diesem Bereich in der Regel um einige Zentimeter abgesenkt werden. Liegt der Rohfußboden bereits sehr hoch oder verläuft darunter eine Fußbodenheizung, wird der Umbau aufwendiger und erfordert eine sorgfältige Planung. Messen Sie die Höhe vom Estrich bis zur Oberkante des Fertigfußbodens und klären Sie, ob eine Absenkung ohne großen Eingriff möglich ist. Im Zweifelsfall ist die Hinzuziehung eines Fachbetriebs ratsam, um spätere Überraschungen zu vermeiden.<br>
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Worauf es bei Abdichtung und Ablauf wirklich ankommt Die fachgerechte Abdichtung ist das A und O jeder bodengleichen Dusche. Bevor Sie Fliesen verlegen, müssen die Wand- und Bodenflächen im Duschbereich mit einer flüssigen Abdichtungsbahn oder einer geeigneten Folie versehen werden. Alle Ecken und Übergänge zwischen Wand und Boden sind besonders kritisch – hier dringt Feuchtigkeit am leichtesten ein. Arbeiten Sie mit einem Dichtband, das Sie in die noch feuchte Abdichtungsmasse einbetten, und lassen Sie die Schicht vollständig trocknen. Ein häufiger Fehler ist es, die Abdichtung nur bis zur halben Wandhöhe aufzutragen. Gerade im Duschbereich sollte sie mindestens bis zur Oberkante des späteren Duschkopfes reichen, besser noch 20 Zentimeter darüber. Auch der Bereich um den Ablauf muss besonders sorgfältig abgedichtet werden, da hier die meisten Undichtigkeiten entstehen.





