Bis zu 10 Steckdosen mehr ohne Staub: So klappt die Nachrüstung
Wenn Sie keinen Ständer treffen können, weil die Wand mit Dämmmaterial gefüllt oder die Beplankung doppelt ausgeführt ist, helfen Hohlraumdübel, die sich hinter der Platte aufspreizen. Diese Dübel gibt es in Ausführungen für Lasten bis etwa 20 Kilogramm pro Befestigungspunkt. Bohren Sie immer mit einem Holzbohrer oder einem speziellen Gipsplattenbohrer, niemals mit einem Schlagbohrer. Schlag zerstört die Gipskartonplatte und erweitert das Loch unkontrolliert. Verwenden Sie eine Unterlegscheibe oder eine breite Auflagefläche am Dübelkragen, damit sich die Platte nicht durchdrückt.<br>
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Ein weiterer häufiger Fehler ist das Bohren direkt neben einer Kantenfuge. Die Randzone der Fliese ist besonders empfindlich, weil sich dort Spannungen konzentrieren. Planen Sie Bohrlöcher mindestens zwei Zentimeter vom Fliesenrand entfernt. Wenn Sie unvermeidbar in der Nähe einer Kante bohren müssen, verwenden Sie einen Diamantbohrer und bohren Sie mit minimalem Druck. Kontrollieren Sie außerdem, ob sich hinter der Fliese ein Hohlraum befindet – klingt die Fliese beim Klopfen hohl, ist die Gefahr eines Bruchs deutlich erhöht. In solchen Fällen empfiehlt es sich, eine andere Stelle zu wählen oder einen Fachmann zu Rate zu ziehen.<br>
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Nach dem Durchbohren der Fliese stoßen Sie in der Regel auf das darunterliegende Material – sei es Beton, Ziegel oder Gipskarton. Wechseln Sie jetzt auf einen geeigneten Bohrer für den Untergrund, zum Beispiel einen Steinbohrer mit Schlag aktivieren. Achten Sie darauf, dass der Fliesenbohrer nicht für den Untergrund verwendet wird, da er schnell stumpf wird. Drehen Sie beim Wechsel des Bohrers die Drehzahl hoch, wenn der Untergrund es erfordert. Ziehen Sie den Bohrer beim Herausziehen langsam zurück, um das Bohrloch nicht auszufransen. Mit dieser Methode erhalten Sie ein sauberes Loch, das dem Dübel ein sicheres Halt gibt.<br>
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Wie Sie die Fliese vorbereiten und die richtige Drehzahl wählen Bevor Sie bohren, sollten Sie die Bohrstelle sorgfältig markieren. Verwenden Sie einen wasserlöslichen Stift oder einen Bleistift. Um ein Verrutschen des Bohrers zu verhindern, kleben Sie ein Stück Kreppband über die Markierung. Das Band hat einen weiteren Vorteil: Es verhindert, dass die Glasur ausfranst. Bohren Sie niemals direkt auf der glatten Oberfläche, ohne dass die Spitze Halt findet. Falls Sie kein Band verwenden möchten, können Sie die Stelle mit einem Körner leicht anrauen – allerdings nur mit sehr geringem Druck, um die Fliese nicht zu beschädigen.<br>
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Bei der Montage ist die Reihenfolge entscheidend. Zuerst montieren Sie den Korpus auf einer ebenen Fläche, dann richten Sie ihn in der Nische mit Wasserwaage und Distanzstücken aus. Befestigen Sie den Schrank immer an der Wand – auch wenn er massiv wirkt, kippt er sonst bei Belastung nach vorn. Verwenden Sie für Trockenbauwände spezielle Dübel und prüfen Sie vorher, ob die Wand wirklich trägt. Ein typischer Fehler ist das Festziehen der Verbindungsschrauben zu früh: Richten Sie zuerst alle Seiten aus, dann ziehen Sie die Schrauben nach und nach fest.<br>
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Nach der Justierung sollten Sie alle Schrauben nachziehen, aber nicht mit übermäßiger Kraft. Prüfen Sie anschließend, ob sich alle Türen und Schubladen leichtgängig öffnen und schließen lassen und ob die Spaltmaße gleichmäßig sind. Sollte eine Tür nach dem Einstellen wieder verrutschen, kann eine Schraube lose sein – prüfen Sie den Sitz und ziehen Sie sie nach. Mit diesen sechs Schritten bringen Sie Ihre Küchenfronten wieder in Form und vermeiden unnötigen Verschleiß. Die regelmäßige Wartung der Beschläge, etwa das gelegentliche Nachziehen der Schrauben, verlängert die Lebensdauer Ihrer Küche erheblich.<br>
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Beginnen Sie mit der Planung. Messen Sie den Abstand zwischen der bestehenden Steckdose und dem Ort, an dem Sie die neue Dose benötigen. Für Aufputz-Installationen brauchen Sie eine freie Zuleitung von der vorhandenen Dose zur neuen Position. Dazu legen Sie ein normales Installationskabel mit drei Adern (Außenleiter, Neutralleiter, Schutzleiter) in einen Aufputz-Kanal. Der Kanal wird mit Montagekleber oder Dübeln an der Wand befestigt. Achten Sie darauf, dass der Kanal nicht unter Putz verschwindet, sondern sauber auf der Oberfläche sitzt. Typischer Fehler: Der Kanal wird zu knapp bemessen, sodass die Kabel gequetscht werden. Planen Sie immer ein paar Zentimeter Reserve ein.<br>
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Beginnen Sie mit der groben Ausrichtung: Schließen Sie die Tür und prüfen Sie die Spaltmaße oben und unten. Ist die Tür schief, justieren Sie zuerst die Höhe an beiden Scharnieren. Danach korrigieren Sie die seitliche Ausrichtung, sodass die Tür parallel zur Korpuskante verläuft. Bei Schubladen mit gedämpften Führungsschienen finden Sie meist an der Schubladenseite eine Einstellschraube für die Höhe und eine für die Neigung. Neigen Sie die Schublade so, dass sie bündig mit den benachbarten Fronten abschließt. Achten Sie darauf, die Führungsschienen nicht zu versetzen, sonst entsteht ein ungleichmäßiger Spalt.





