5 Frühlingserlebnisse im Spreewald: Natur, Kanu und Genuss
Bei allen Touren gilt: Prüfen Sie vorher den Wasserstand, besonders nach starken Regenfällen. Hohe Wasserstände können Uferbereiche überfluten und die Orientierung erschweren. Meiden Sie Gewitter – bei Blitzschlag verlassen Sie sofort das Wasser und suchen Schutz in einem Gebäude. Und denken Sie daran: Im Spreewald gilt auf vielen Fließen eine Höchstgeschwindigkeit von Schrittgeschwindigkeit. Lassen Sie Ihr Kanu treiben, genießen Sie die Geräusche des Waldes, und Sie werden verstehen, warum diese Region als eines der schönsten Paddelreviere Deutschlands gilt.<br>
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Welche Kanäle und Wege sind für Hunde tabu? Der Spreewald ist ein Wasserschutzgebiet, und viele schmale Kanäle sind Lebensraum für seltene Tiere. Deshalb gilt: In ausgewiesenen Schutzzonen bleibt der Hund an der Leine – und zwar nicht nur, weil es Vorschrift ist, sondern weil freilaufende Hunde brütende Vögel aufschrecken oder Jungtiere gefährden. Typischer Fehler ist, den Hund an scheinbar ruhigen Uferstellen ins Wasser zu lassen. Selbst wenn keine Verbotsschilder sichtbar sind, kann dies verboten sein. Achten Sie auf farbige Markierungen an Bäumen oder auf Hinweistafeln an den Bootsanlegestellen.<br>
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Ein Spaziergang entlang eines Kanals bietet sich für eine Mittagspause an, doch oft bleibt es bei einem hastigen Sandwich auf einer Bank. Dabei lässt sich die Pause leicht in einen kleinen Ausflug verwandeln, der den Kopf frei macht und den Körper in Bewegung bringt. Der Schlüssel liegt in der richtigen Vorbereitung: Sie brauchen weder viel Zeit noch spezielle Ausrüstung, sondern lediglich eine Route, die zu Ihrer verfügbaren Stunde passt.<br>
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Der Spreewald zeigt sich im Frühling von seiner lebendigsten Seite: Die Landschaft erwacht in zartem Grün, die Fließe führen klares Schmelzwasser, und die ersten Zugvögel kehren zurück. Wer jetzt anreist, erlebt eine Ruhe, die im Sommer selten ist. Doch der Saisonstart hat seine Tücken: Viele Kanuverleiher öffnen erst ab Mitte April, und die Wiesen können noch überschwemmt sein. Planen Sie daher Ihre Tour flexibel und prüfen Sie vorab die Wetterlage sowie lokale Hinweise zu gesperrten Wegen. Ein Spaziergang auf den Deichen ist fast immer möglich, auch wenn die Wasserstände hoch sind.<br>
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Beginnen Sie früh am Morgen, idealerweise vor neun Uhr. Zu dieser Zeit sind die meisten Tagestouristen noch nicht unterwegs, und die Tierwelt zeigt sich ungestört. Achten Sie beim Ein- und Ausstieg auf offizielle Anlegestellen – das Ufer ist oft weich und sumpfig. Ein typischer Anfängerfehler ist es, direkt am Bootsverleih zu starten, wo sich die Routen kreuzen. Stattdessen sollten Sie ein Stück flussabwärts fahren, bis sich die Wege teilen, und dann die schmaleren Fließe wählen.<br>
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Bei Wanderungen durch den Spreewald sollten Sie auf festes Schuhwerk und ausreichend Wasser für den Hund achten. Die Wege sind oft sandig und führen über Holzstege, die bei Nässe rutschig werden. Halten Sie Ihren Hund an diesen Passagen kurz an der Leine, um Unfälle zu vermeiden. Vergessen Sie nicht, Kotbeutel mitzunehmen – auch wenn es banal klingt, die Entsorgung ist nicht überall selbstverständlich. Nutzen Sie die dafür vorgesehenen Behälter an den Parkplätzen oder nehmen Sie die Beutel bis zum nächsten Mülleimer mit.<br>
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Die Bauweise eines Spreewaldkahns folgt strengen Regeln: Der Rumpf entsteht aus mehreren Längsplanken, die auf Spanten aus gebogenem Holz aufgezogen werden. Typisch ist die kastenartige Form mit leicht ansteigendem Bug, die sich im flachen Gewässer bewährt hat. Bei der Konstruktion kommt es auf präzise Fugen an – jede Lücke führt später zu Undichtigkeiten. Üblich ist der so genannte Klinkerbau, bei dem die Planken überlappend angeordnet werden, aber auch die karweel-Bauweise mit glatter Oberfläche ist verbreitet. Ein häufiger Anfängerfehler ist es, die Planken zu dick zu wählen, weil das Boot dadurch schwerfällig wird. Stattdessen sollte man dünneres Holz mit Verstärkungsleisten nehmen, um Gewicht zu sparen. Wichtig ist außerdem, die Planken vor dem Zusammenbau gut zu trocknen, denn nasses Holz arbeitet später und verzieht sich.<br>
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Die dritte Empfehlung ist eine kurze Runde ab Raddusch: etwa acht Kilometer über den Radduscher Kahnfahrt und den Wotschofska-Kanal. Gerade Familien mit Kindern schätzen diese Strecke, weil sie kaum Strömung hat und viele Beobachtungspunkte für Reiher und Eisvögel bietet. Vierte Route: Ab Lübbenau über die Große Kahnfahrt bis zum Schloßgarten und zurück über den Kleinen Spreewaldkanal. Die Distanz beträgt elf Kilometer, reine Paddelzeit etwa zweieinhalb Stunden. Diese Tour ist anspruchsvoller, da hier zeitweise motorisierte Kähne fahren – halten Sie sich dann rechts und lassen Sie die Motorboote passieren.<br>
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Die fünf Routen im Überblick Die erste Route führt von Lehde über den Großes Fließ und den Kahnfahrt-Kanal zurück. Sie ist etwa zehn Kilometer lang und dauert rund drei Stunden. Hier erleben Sie die typischen Wiesen und Erlenwälder, aber auch einige gastronomische Betriebe direkt am Wasser – ideal für eine Pause. Die zweite Tour startet in Burg und nutzt den Vetschauer Mühlenfließ, bevor Sie über den Burg-Lübbener Kanal zurückkehren. Diese Runde ist mit zwölf Kilometern etwas länger und sollte nur bei ruhigem Wetter gepaddelt werden, da der Kanal offener liegt.





